Wessen Uni? Unsre Uni!
Diesem Motto folgten am Montag die Studierenden der Ruhr-Uni, die das Audimax wiederbesetzten. "Gegen den Sozialabbau im Land" lautetet zudem der Refrain des Protestsongs, den der Organist der Lunchtime-Orgel im größten Hörsaal vor Beginn der Besetzung intonierte. Wie (allgemein-)politisch die gegenwärtigen Bildungsproteste jedoch sind oder sein sollten, um nicht nur mit dem Muff unter den Talaren aufzuräumen, diskutiert die Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe in einem ausführlichen Debattenbeitrag. Dass hochschulpolitische Partizipation konkrete Erfolge bringen kann, zeigt die bsz zudem am konkreten Beispiel der Verhinderung der Gebührenfinanzierung einer Erziehungswissenschaftsprofessur, nachdem die Studierenden sich bei einer Befragung mit knapper Mehrheit dagegen ausgesprochen hatten.
Wie man konkrete Solidarität im grauen Alltag übt, illustriert die bsz in einem Beitrag zum Bahntrampen. Viel politische Solidarität hatte sich in den vergangenen Wochen auch im Falle einer Wittener Betriebsrätin gebildet, die von ihrem Arbeitgeber wegen eines offensichtlich konstruierten Diebstahlsdelikts an ihrem Supermarkt-Arbeitsplatz verklagt worden war und nun amtsgerichtlich freigesprochen wurde. Außerdem unterzieht die Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung in ihrer 810. Ausgabe eine fragwürdige Extremismus-Comicserie des Verfassungsschutzes NRW einer kritischen Rezension und stellt sechs coole Spiele als Weihnachtsgeschenkidee vor.
bearbeitet am: 2. Dezember 2009

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