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Studierenden-Service-Centrum als Millionengrab?

+++ Studierenden-Service-Centrum (SSC) soll nahezu 1,4 Mio. Euro aus Studierendenbeiträgen verschlingen +++ Studierendenvertretung bei Planungen übergangen +++ AStA wird in die zweite Reihe verbannt

Wie aus Kreisen der Universitätsverwaltung verlautete, sind die Planungen für den Umbau des Studierendenhauses in vollem Gange. Schon 2009 soll statt der Studierendenvertretung hier ein "repräsentatives Studierenden-Service-Centrum" entstehen – eine Bündelung von Studierendensekretariat, Studienbeitragsberatung samt Infopoint, Zentrale Studienberatung (Studienbüro), Akademisches Auslandsamt, AKAFÖ und Career Service. Die Kosten für diesen Umbau werden mit 1,389 Millionen Euro veranschlagt – finanziert aus Studiengebühren!

Dass die Planungen hierfür schon seit 2006 laufen, musste der zuständige Verwaltungsdirektor des Dezernats für Informations- und Kommunikationsdienste, Dr. Karl-Heinz Schloßer, nun einräumen. Die Studierendenschaft wurde jedoch erst im April 2008 darüber informiert. Dabei wäre gerade die Studierendenvertretung von dem geplanten Umbau betroffen: Das Rektorat plant nämlich, den AStA in den rückwärtigen Gebäudeteil zu verbannen. In der Stellungnahme der Verwaltung heißt es dazu: "Die Außenwahrnehmung der Universität hängt auch mit dem ersten Eindruck zusammen, wie Besucher und Studierende empfangen werden". Die SSC-Planungen sind somit nicht nur eine bauliche Entscheidung, sondern vielmehr ein politisches Symbol: Die studentischen Vertreter sollen in den Hintergrund gedrängt werden.

Wir werden euch weiterhin über die Planungen der Umbaumaßnahmen unterrichten.

bearbeitet am: 15. Mai 2008