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PolDigital Veranstaltung: "Politische Aspekte von Freier Software"

Montag, 23. Juni 2008, 18:30 KulturCafé

Ist Software politisch? Was ist Freie Software und was bietet sie den Benutzern? Was bietet sie einer Hochschule? Was hat sie mit IT-Sicherheit zu tun? Was bedeutet Copyleft? Und warum sollte man keine Word-Dokumente per E-Mail verschicken?


Freie Software, wohl zu unterscheiden von sog. Freeware, ist einigen sicherlich schon häufig begegnet, beispielsweise in Form des Webbrowsers Firefox oder der Office-Suite OpenOffice — und auch Linux hat längst den Weg Richtung Mainstream gefunden. Doch, dass sich hinter dem Begriff der Freien Software weit mehr verbirgt als kostenlos herunterladbare Programme, ist sicherlich nicht jeder/jedem bewusst. Aber gerade jenseits dieser Betrachtung entfaltet das Konzept der Freien Software seine politische und gesellschaftliche Relevanz.

Freie Software sichert den Benutzern gewisse Rechte zu, die eigentlich selbstverständlich sein sollten: die Freiheit, ein gegebenes Programm für jeden Zweck zu nutzen, es zu studieren, zu verändern und es an Freunde weiterzugeben. Dem Copyright wird somit das Konzept des Copyleft entgegengesetzt.Gerade für öffentliche Einrichtungen wie z.B. Hochschulen sollte der großflächige Einsatz von Freier Software eine natürliche Entscheidung sein. Hierfür gibt es verschiedene Gründe, u.a: ein Vertrauensgewinn, der sich aus der Quelloffenheit der Programme ergibt, eine gewisse Unabhängigkeit von Softwarefirmen und marktwirtschaftlichen Tendenzen — um nur zwei zu nennen. Desweiteren steht im Grunde nur Freie Software in der universitären Tradition der Veröffentlichung von Wissen.

Dieser Vortrag beleuchtet grundlegende Aspekte von Freier Software.

Über den Referenten: Bernhard Reiter engagiert sich bei der Free Software Foundation Europe (FSFE) als Deutschlandkoordinator und leitet die konsequent auf Freie Software setzende Firma Intevation GmbH.

bearbeitet am: 19. Juni 2008