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Gespräch mit Bildungsministerin ein Flopp

Am 7. Juli traf sich Bundesbildungsministerin Annette Schavan mit verschiedenen StudierendenvertreterInnen, um über die Forderungen des Bildungsstreiks und die Zukunft des Bildungssystems zu diskutieren. Auf zentrale Forderungen des Streiks, die Demokratisierung der Hochschulen und auf den Abbau der Verschulung, ging die Ministerin aber gar nicht erst ein.

Statt den Diskurs mit den Studierenden fortzuführen, zieht es Schavan vor, die Zukunft des Bildungssystems mit HochschulrektorInnen und VertreterInnen der Wirtschaft zu planen. Während Studierende immerhin zu einem Gespräch eingeladen wurden, ist ein Gespräch mit VertreterInnen der Schülerinnen und Schüler gar nicht erst geplant.

"Nicht nur das Studium selbst ist für viele unerträglich, gänzlich offen ist die Berufsperspektive für alle diejenigen, die jetzt einen Bachelor aufnehmen, ohne zu wissen, ob sie anschließend auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben. Bis jetzt ist der Übergang in den Master für viele Studierende versperrt", meint Kurt Stiegler vom AStA in Münster. "Mit Frau Schavan lässt sich nicht über die Zukunft des Bildungssystems reden. Es ist wichtig, das Thema weiter zur öffentlichen Diskussion zu stellen und mit hoffentlich veränderten Mehrheiten in Bund und Land den Diskurs im kommenden Jahr in den Parlamenten fortzuführen", so Jan Keitsch vom Bochumer AStA.

bearbeitet am: 8. Juli 2009