Das Ende der Lähmung
Samstag 25.04, 18 Uhr, HGA 20
Der Aufstand in Griechenland und die Zukunft der Klassenkämpfe. Veranstaltung mit einem Mitglied von TPTG (Athen)
Ein abgefackelter Weihnachtsbaum, ausgebrannte Banken und Geschäfte, Angriffe auf Polizeistationen und heftige Straßenschlachten – ausgelöst durch den Tod eines 15-jährigen Jugendlichen durch Polizeikugeln bestimmten diese Bilder der griechischen Revolte wochenlang das Geschehen in den hiesigen Medien.
Im Schatten dieser medialen Ereignisse wurden in Griechenland landesweit Schulen und Universitäten besetzt, Gewerkschaftszentralen und Rathäuser „befreit“ und zu offenen Versammlungsorten umgestaltet. Träger dieser Revolte waren SchülerInnen, Studierende, prekäre ArbeiterInnen und erstmalig MigrantInnen, die sich trotz Hetze und Spaltungsversuchen gemeinsam gegen immer schlechtere Arbeits- und Lebensbedingungen, einen korrupten Staatsapparat und Polizeigewalt auflehnten und über Wochen hinweg in selbst organisierten Versammlungen das weitere Vorgehen bestimmten.
Die massenhafte Beteiligung der vorwiegend jungen Proletarisierten sowie die Breite dieser Bewegung, die weit über anarchistische und autonome Gruppen hinausging, geben allen Anlass zu Optimismus für zukünftige Revolten, die angesichts der gerade beginnenden Krise überall ausbrechen könnten. Diese hoffnungsvollen Momente sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bewegung in Griechenland bestimmte Segmente des Proletariats kaum erfasste und der unmittelbare Produktionsprozess weitestgehend unberührt von ihr blieb.
Gemeinsam mit einem Beteiligten aus Athen wollen wir über die griechischen Besonderheiten und die verallgemeinerbaren Tendenzen der Revolte, über deren Grenzen sowie die noch immer stattfindenden Kämpfe diskutieren.
Samstag 25.04, 18 Uhr, HGA 20

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