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AStA scheitert mit Anträgen zur Senkung der Studiengebühren


AStA scheitert mit Anträgen zur Senkung der Studiengebühren

BOCHUM Mit viel Lärm hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ruhr-Uni auf seine Forderungen im RUB-Senat aufmerksam gemacht, die Studiengebühren zu senken. Doch trotz der Unterstützung zahlreicher Studierender vor und im Senatssaal konnte der AStA nur einen "kleinen Erfolg" erzielen, wie der Vorsitzende Karsten Finke nach der über sechsstündigen Sitzung sagte. Für die Senkung der Gebühren konnte keine Mehrheit erzielt werden.

Der AStA scheitert mit Anträgen zur Senkung der Studiengebühren.

Mit der Forderung zur Senkung der Studiengebühren von 480 auf 400 Euro waren die AStA-Mitglieder in die Senatssitzung gegangen. Erfolglos. Karsten Finke: "Wir haben über fünf Stunden lang argumentiert, doch niemand ist wirklich auf unsere Argumente eingegangen." Die Studiengebühren würden teilweise falsch, teilweise aber auch gar nicht verwendet. Das sind die Argumente der Studierenden. "Bauliche Maßnahmen beispielsweise wie das Austauschen von Stühlen werden von den Mitteln finanziert", sagte Karsten Finke. "Teilweise sind diese Maßnahmen völlig sinnlos. Zudem fallen Gebäudesanierungen rechtlich in die Zuständigkeit des Landes."

Diskussion durch Feueralarm abgebrochen

Zwei Anträge hatte der AStA zur Senkung der Gebühren vorzubringen. Der erste - zur Senkung des Rektoratsanteils - wurde abgelehnt. Der zweite - zur Senkung des Anteils für die Fakultäten - wurde gar nicht erst diskutiert. Denn, so Finke, die Senatssitzung wurde abrupt abgebrochen: Jemand hatte einen Feueralarm ausgelöst. Ein Ärgernis für den AStA-Vorsitzenden: "Jetzt stehen wir natürlich auf dem Schlauch. Wir konnten nicht einmal unsere Argumente vorbringen." Selbstverständlich müsse der Antrag nun aber Thema in der nächsten Senatssitzung im Juni sein.

Zumindest einen kleinen Erfolg konnte der AStA jedoch erreichen: Als "positive Entwicklung" sieht Karsten Finke es, dass die Gründe zur Befreiung von Studiengebühren nun ausgeweitet werden. "Schwangere werden keine Gebühren mehr zahlen müssen, ebenso werden Geschwister davon befreit." Mit diesem Antrag habe man die Familien stärken wollen, sagte Finke.

"Beschränkung der Fachschaftsräte wäre völliger Unsinn"

Sorgen machen ihm allerdings die Mitglieder der Fachschaftsräte. Denn der AStA musste einen weiteren "Schlag ins Gesicht" hinnehmen. "Es gab den Antrag eines Professors auf Beschränkung der Mitglieder der Fachschaftsräte", erklärte Karsten Finke. "Die Fachschaftsräte leisten wichtige Arbeit, beraten zum Beispiel die Studenten an der Fakultät. Deshalb ist es unabdinglich, dass sie von den Studiengebühren befreit werden." Unter den Professoren gebe es offensichtlich die Ansicht, dass die Studierenden ihre Mitgliedschaft in den Fachschaftsräten missbrauchen. Für Karsten Finke allerdings wäre die Beschränkung nicht nur aus studentischer Sicht "völliger Unsinn".

AStA will weiter kämpfen

Entmutigen lassen will sich Finke durch die Sitzung am Donnerstag nicht. "Wir werden weiter kämpfen - für die Senkung bzw. die Abschaffung der Studiengebühren." Der Unterstützung der Studierendenschaft kann er sich sicher sein. Das zeigte sich am Donnerstag allzu deutlich: Im Senatssaaal saßen alleine 150 bis 200 Studierende und auch am AStA-Stand vor dem Verwaltungsgebäude hatten sich viele Neugierige versammelt.