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AKAFÖ ruft zur Teilnahme an 19. Sozialerhebung auf

Wie finanzieren die rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland ihr Studium? Wie viel jobben sie nebenbei, aus welchen Schichten kommen sie? Auf diese Fragen will eine neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) Antworten liefern. In diesen Tagen werden bundesweit 75.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Studierende (davon 1.542 in Bochum und Gelsenkirchen) per Post gebeten, anonym an der Befragung teilzunehmen. Auch das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ), Studentenwerk für Bochum und Gelsenkirchen, ruft zur Teilnahme auf und hofft auf eine rege Beteiligung, damit es seine vielfältigen Dienstleistungen, Service- und Beratungsangebote besser auf die Bedürfnisse der Studierenden ausrichten kann.

Die neue Sozialerhebung, deren Ergebnisse im Frühjahr 2010 vorgestellt werden sollen, wird wieder konkrete Daten und Fakten über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden liefern, auf deren Grundlage sich das Deutsche Studentenwerk für deren soziale Interessen einsetzen kann. Seit 1951 legt der Dachverband der Studentenwerke in Deutschland diese empirische Untersuchung vor, mittlerweile wird sie alle drei Jahre neu erhoben. Sie liefert Daten, die in keiner amtlichen Statistik auftauchen und gilt als einer der wichtigsten offiziellen Bildungsberichte überhaupt. Entsprechend stark interessieren sich Politiker in Bund und Ländern, die Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen für die Sozialerhebung. Aber auch die Studierenden selbst, ihre Eltern, natürlich die Studentenwerke und nicht zuletzt die Medien greifen darauf zurück.

Großes Interesse werden an der aktuellen 19. Sozialerhebung sicher die Themen Studiengebühren und Bachelor hervorrufen: Wie sehr belasten die Studiengebühren, die derzeit sechs Bundesländer erheben, den studentischen Geldbeutel? Wie finanzieren die Studierenden die Gebühren? Im Jahr 2006, als die vergangene Befragung durchgeführt wurde, waren erst 11% der Studierenden in den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben. Diesmal werden es sicher bedeutend mehr sein, und umso mehr Aufschluss erhofft man sich so über deren Situation: Wie sieht ihr Zeitbudget aus, lässt das straffe Studium wirklich kaum mehr zeitlichen Spielraum für Nebenjob oder Ehrenamt? Die Situation der Bachelor-Studierenden soll in einer gesonderten Auswertung Ende 2010 dargestellt werden. Auch zur Lage ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen wird ein Sonderbericht erstellt.

Zudem wird auch wieder eine aktuelle Sonderauswertung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Nordrhein-Westfalen erstellt. Sie stellt eine große Hilfe für die Arbeit des AKAFÖ dar, das unter anderem 19 Studierenden-Wohnheime, 25 Hochschul-Mensen und -Cafeterien und eine Kindertagesstätte betreibt und Service und Beratung etwa für internationale und behinderte Studierende anbietet.

bearbeitet am: 4. Mai 2009